Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sind eine der ältesten und renommiertesten Museumsinstitutionen der Welt. Ihre Ursprünge gehen auf das 16. Jahrhundert und die Sammlungen der sächsischen Kurfürsten zurück. Besonders berühmt sind sie für ihre Bestände an Meißner Porzellan sowie chinesischem und japanischem Porzellan aus der frühen Neuzeit. Diese Sammlung gilt international als Referenzstandard. Die Katalogisierung der Objekte begann bereits 1721. Im 18. Jahrhundert umfasste die Sammlung etwa 40.000 Porzellanstücke. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Sammlung in Schlösser und Bergwerke evakuiert, was dazu beitrug, sie vor der Zerstörung Dresdens zu bewahren. 1945 wurden die meisten Objekte als Kriegsbeute in die Sowjetunion verbracht. Nach 1953 wurden neunzig Prozent der Werke an Museen in der DDR zurückgegeben. Seit 1962 kann die Öffentlichkeit sie in den Galerien des Zwingers in Dresden besichtigen. Dennoch verursachten Kriegshandlungen Verluste und erhebliche Schäden an vielen überlebenden Objekten. Zum Schutz der Sammlung gründeten die SKD ein eigenes Restaurierungslabor in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten. Die Einrichtung betreibt wissenschaftliche Forschung und wendet moderne Methoden der Dokumentation und Analyse an. Etwa 8.000 Keramikobjekte wurden wissenschaftlich bearbeitet und zusammen mit Beschreibungen und Provenienzdaten auf einer digitalen Plattform zugänglich gemacht. Das Museum legt großen Wert auf Kunstvermittlung und bietet Programme für Schüler, Familien und Besucher jeden Alters an. Es organisiert regelmäßig internationale Konferenzen, Schulungen und Workshops mit Experten aus vielen Ländern. Die SKD bilden ein Netzwerk von vierzehn Institutionen in Dresden und anderen Städten und arbeiten mit Partnern weltweit zusammen. Der Verein der Freunde der Dresdner Porzellansammlung unterstützt finanziell die Forschung, Ausstellungen und den Denkmalschutz. Das Museumspersonal verfügt über umfangreiche Erfahrung im Transport, der Leihgabe und der Organisation von Ausstellungen empfindlicher Porzellanobjekte. Dank ihrer Kompetenzen in den Bereichen Konservierung, Forschung und Bildung sind die SKD heute ein bedeutendes internationales Zentrum für die Bewahrung und Förderung des keramischen Erbes.

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